Mein Schüleraustausch in Frankreich (2019)

Hallo,ich bin Julius Petersen und habe wie viele andere auch dieses Jahr in der zehnten Klasse einen längerfristigen Austausch nach Paris an die „École alsacienne“ gemacht.

Ich wurde von meiner damaligen Französischlehrerin gefragt, ob ich an diesem Austausch gerne teilnehmen würde. Natürlich kann man die Lehrer auch persönlich ansprechen.

Darauf gab man mir einen Anmeldebogen (das sogenannte Dossier) mit mehreren Zetteln, den ich ausfüllen sollte. Er beinhaltet mehrere persönliche Fragen sowohl an mich, als auch an meine Eltern. Danach wurde das Dossier an die „École Alsacienne“ geschickt.

Die Lehrer der französischen Schule suchten einen Austauschpartner für mich, passend zu meiner Charakterbeschreibung im Dossier.

Ein paar Wochen später wurden mir die Kontaktdaten von meinem Austauschpartner Suleyman Bokanowski geschickt.

Wir hatten öfters mit der ganzen Familie per Video-Chat Kontakt. Wir verstanden uns super und wurden immer mehr darin bestärkt, den Austausch zu machen.

Im Januar kam dann Suleyman zu mir. Wir waren öfters in Hamburg, beispielsweise in der Elbphilharmonie oder im Miniaturwunderland. Auch waren wir trotz der kalten Jahreszeit mehre Male am Strand von St. Peter-Ording oder auf Sylt.

Mit meinen Freunden haben wir einige Male Lasertag gespielt und waren im Kino.

Trotz unserer unterschiedlichen Charaktere verstanden wir uns sehr gut.

Wir haben beide eine Leidenschaft für die Musik und haben beide viel Musik zusammen gemacht. Suleyman spielt Klavier und Saxophon und ich Akkordeon und Klavier. Wir haben sogar zusammen Musikunterricht genommen. Deswegen wurden wir auch von den Musiklehrern gefragt, ob wir zum Halbjahreskonzert der Jungmannschule ein paar Stücke gemeinsam präsentieren wollten, was wir dann auch taten.

Suleyman hatte sich in der Zeit von Januar bis März gut eingelebt, er kam mit meiner Familie und meinen Freunden wunderbar zurecht.

 

Am 16. März bin ich dann nach Paris geflogen.Das Leben in der Stadt von meinem Austauschpartner unterscheidet sich sehr zu unserem ländlichen Leben. Während wir zwei Autos besitzen, benutzen sie die öffentlichen Verkehrsmittel. Für sie lohnt sich ein Auto nicht, da man meistens nur im Stau steht und das Auto nicht benutzt werden würde.

Am Montag musste ich gleich in die Schule. Ich hatte mehrere Gespräche mit den Austauschbeauftragten, musste viele Formulare ausfüllen und habe viele Ausweise und Pässe bekommen.

Das ganze Schulwesen und Schulsystem unterscheidet sich sehr von unserem. Es war in der „École Alsacienne“ alles sehr genau und ordentlich nach Vorschriften geregelt, woran ich mich erstmal gewöhnen musste. Zudem ist diese Schule eine private und keine öffentliche.

Ich war nicht in der gleichen Klasse wie Suleyman, da er einen Jahrgang unter mir ist, aber ich habe auch in der neuen Klasse schnell viele Freunde gefunden.

Auch mit der Familie habe ich mich sehr gut verstanden und wir haben viel unternommen.Ich habe alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in Paris gesehen und in den Osterferien sind wir in die Normandie gefahren.

Ich habe mich weiterhin sehr gut mit Suleyman verstanden und wir konnten mit unserem Programm vom Halbjahreskonzert bei einem Konzert der Arbeitsgemeinschaft „Musique de Chambre“ wieder auftreten.

 

Zusammengefasst: Es war eine unglaublich schöne Zeit.

Bei einem längerfristigen Austausch von ungefähr zwei bis drei Monaten lernt man unglaublich viele neue Leute kennen. Man sammelt in dieser neuen und anderen Kultur viele Erfahrungen für das eigene Leben und wird dadurch sehr selbständig. Der Austausch hat mich im positiven Sinne sehr geprägt und ich habe meine Sprachkenntnisse erheblich verbessert. Das waren auch die wesentlichen Beweggründe, warum ich mich für den Austausch entschieden habe.

Ich habe durch den Austausch meine mündliche Mitarbeit in Französisch sehr verbessert und mir fällt es auch viel leichter Französisch zu sprechen und Texte zu schreiben.Kurz gesagt - ich würde jedem einen Austausch unbedingt empfehlen!